Förderung von Wissenschaft in der Medizininformatik
Zweck der Stiftung ist die Förderung von wissenschaftlichen Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Informatik, Linguistik und der Medizin, insbesondere, soweit diese der medizinischen und pflegerischen Dokumentation und der Weiterentwicklung von Methoden und Algorithmen zur rechnergestützten Analysen von medizinischen Texten dienen.
Die Friedrich-Wingert-Stiftung wurde im Andenken an Prof. Dr. med. et Dipl.-Math. Friedrich Wingert (geb. am 04.11.1939, gestorben am 29.07.1988) als gemeinnützige Stiftung gegründet. Friedrich Wingert war ein international anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet der medizinischen Informatik und Biomathematik. Friedrich Wingert hat die „systematische Nomenklatur der Medizin (SNOMED)“ für den deutschsprachigen Raum angepasst und weiterentwickelt. Auf der Basis dieser Nomenklatur entwickelte Friedrich Wingert DV-Systeme, um medizinische Begriffe zu segmentieren, automatisch zu verschlüsseln und zu klassifizieren.
Die Systeme waren bei namhaften Kliniken, Organisationen und Konzernen im Einsatz. Seine Ansätze konnten erst nach seinem Tod in professionellen DV-Systemen realisiert werden. Um sein Andenken zu ehren, wurde die Stiftung gegründet. Frau Margarete Wingert überließ die Rechte der Programmsysteme der Stiftung. Nach einem vom CAP (College of American Pathologists) initiierten Rechtsstreit wurden diesem die Rechte an der Verwendung des Markennamens SNOMED zugesprochen. Das Urheberrecht steht unbestritten der Stiftung zu.
aufbereitet von Professor Hans-Joachim Kretschmann, Professor Dr. Rudolf Repges, Professor Dr. Helmut Göttsche

Kieseler, Bernd Dr.

Diekmann, Daniel Dr.
Berger, Jürgen Prof. Dr.
(Stellvertretender Vorsitzender)
Diekmann, Sarah
Ellsässer, Karl-Heinz Dr.
Hultsch, Renate Dr.
Möller, Wolfgang Dipl.-Ing.
Müller-Pagnozzi, Claudia
Sander, Andre Dr.
Schauwecker, Helge Heinz Dr.
Wichmann, Dominic Dr.
Prof. Dr. med. H.-J. Kretschmann
Gutachten über SNOMED I, SNOMED II Wingert 1984 und 1988 sowie SNOMED III
Die Friedrich Wingert Stiftung hat aufgrund eines hohen Mangels an qualifiziertem Nachwuchs im Bereich IT im Gesundheitswesen ein Förderkonzept für Studierende und junge Nachwuchswissenschaftler an Hochschulen, Universitäten und sonstigen akademische Bildungseinrichtungen erarbeitet.
Dieses sieht die jährlich Vergabe von bis zu 10 Stipendien vor. Die Stipendien sind jeweils auf ein Jahr beschränkt und werden pro Person maximal einmal vergeben.
Ausführliche Informationen zu den FWS-Stipendien:
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2025
Mona Irsfeld (Universität zu Lübeck)
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2025
Luna Zacharias Zetsche (Hochschule Heilbronn)
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2024
Fabian Schinzler (Universität zu Lübeck)
wird für seine Forschungsarbeit zum Thema: „Development of a Natural Language Generation system for post coordinated SNOMED CT expressions“ mit dem Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2024
Carolin Cissée (Hochschule Hannover)
wird für ihre Forschungsarbeit zum Thema: „Characterization of Ambulatory Blood Pressure Monitoring (ABPM) Profiles Using Data Mining and Machine Learning in Healthy and Diseased Children“ mit dem Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2023
Tessa Ohlsen (Universität zu Lübeck)
wird für ihre Forschungsarbeit zum Thema: „Entwicklung einer Anwendung zur Bildung syntaktisch korrekter postkoordinierter SNOMED CT-Ausdrücke“ mit dem Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2023
Jonas Bäcker (Universität Augsburg)
wird für seine Forschungsarbeit zum Thema: „Integrating RNA fusions Arriba pipeline into Molecular Tumor Board workflow“ mit dem Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2022
Louisa Bode (Georg-August-Universität Göttingen)
wird für ihre Forschungsarbeit zum Thema: „Erkennung eines multiplen Organdysfunktionssyndroms bei kritisch kranken Kindern durch ein regelbasiertes und interoperables Entscheidungsunterstützungssystem“ mit dem Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2021
Robert Schumann (Universität zu Lübeck)
wird für seine Forschungsarbeit zum Thema: „Implementierung eines ETL-Prozesses mit Einbindung von MDR und TS“ mit dem Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2021
Danil Zamnius (Universität zu Lübeck)
wird für seine Forschungsarbeit zum Thema: „Multimodal CT/MRI Image Registration of Cardiac Perfusion Images“ mit dem Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2020
Niklas Reimer(Universität zu Lübeck)
wird für seine Forschungsarbeit zum Thema: „Semantische Interoperabilität durch Migration zu openEHR“ mit dem Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2020
Kathrin Pia Riech (Universität zu Lübeck)
wird für ihre Forschungsarbeit zum Thema: „Abbildung medizinischer Geträtedaten von IEEE 11073-10207 nach HL7/FHIR“ mit dem Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2019
Benjamin Bergner (Hasso-Plattner-Institut, Digital Engineering Fakultät, Universität Potsdam)
wird für ihre Forschungsarbeit zum Thema „Visualisation and Analysis of Leamed Features from Convolutional Networks in Skin Cancer“ mit Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2018
Noemi Deppenwiese (Universität zu Lübeck)
wird für ihre Forschungsarbeit zum Thema „Metadaten-Tools“ mit Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2018
Fabian Rettemeyer (Hochschule Mannheim)
wird für seine Forschungsarbeit zum Thema „Theorie Tool für Vor- und Nachbereitung im Rettungsdienst“ mit Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2017
Katarina Ragna Krüger (Universität Potsdam)
wird für ihre Forschungsarbeit zum Thema „Hedging zuverlässig erkennen – Vagheit und Spekulativität in naturwissenschaftlichen Fachtexten“ mit Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2016
Christian Kamann (Universität zu Lübeck)
wird für seine Forschungsarbeit zum Thema „Transformation von Intensivdaten von den MIMIC II-Datenbanken auf einen FHIR-Server mittels MIRTH-Kommunikationsserver“ mit Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2015
Andreas Pflugrad (Hochschule Ulm)
wird für seine Forschungsarbeit zum Thema „Konzeption, Umsetzung und Evaluation einer computergestützten Expertensuche für Patienten mit seltenen Erkrankungen“ mit Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2015
Julia Becker und Max Schünecker (Fachhochschule Mannheim)
werden für ihre Forschungsarbeiten zum Thema „Expertensysteme und intelligente Technologien“ mit dem Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Förderpreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2012
Daniel Kwittung (Fachhochschule Ulm)
wird für seine Bachelorarbeit mit dem Titel: „Ontologische Repräsentation und Operationalisierung klinischer Leitlinien im Projekt SIMPLE“ mit dem Förderpreispreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Förderpreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2010
Christian Fabeck (Universität zu Lübeck)
wird für seine Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 5.-09. September 2010 in Mannheim mit dem Titel: „Implementierung eines HL7 CDA-basierten eReha-Entlassungsberichtes mit integrierter Arzneimitteldokumentation und AMTS-Prüfung“ mit dem Förderpreispreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Innovationspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2009
Prof. Dr. Jürgen Stausberg (LMU München)
wird für seine Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 7.-10. September 2009 in Essen mit dem Titel: „Identifikation von unerwünschten Arzneimittelereignissen mit der ICD-10-GM“ mit dem Innovationspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung ausgezeichnet.
Innovationspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2008
Dipl.-Inform (FH) Dr. med. Martin Boeker
wird für herausragende Ansätze in der medizinischen Linguistik und Semantik mit dem Innovationspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung für seine Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 15.-18.09.2008, in Stuttgart ausgezeichnet.
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2008
Andreas Beck
wird für herausragende Ansätze in der medizinischen Linguistik und Semantik mit dem Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung für ihre Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 15.-18.09.2008, in Stuttgart ausgezeichnet.
Innovationspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2007
Dipl.-Inform. Dr. med. Jörg Niggemann
wird für herausragende Ansätze in der medizinischen Linguistik und Semantik mit dem Innovationspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung für seine Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 17.-21.09.2007, in Augsburg ausgezeichnet.
Innovationspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2006
Dr. Sebastian Garde
wird für herausragende Ansätze in der medizinischen Linguistik und Semantik mit dem Innovationspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung für seine Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 10.-14.09.2006, in Leipzig ausgezeichnet.
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2006
Kerstin Denecke
wird für herausragende Ansätze in der medizinischen Linguistik und Semantik mit dem Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung für ihre Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 10.-14.09.2006, in Leipzig ausgezeichnet.
Friedrich-Wingert-Preis 2005
PD Dr. med Stefan Schulz
wird für herausragende Ansätze in der medizinischen Linguistik und Semantik mit dem 1. Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung für seine Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 12.-15.09.2005, in Freiburg ausgezeichnet.
Friedrich-Wingert-Preis 2005
Dipl. Inf. Reinhold Sojer
wird für herausragende Ansätze in der medizinischen Linguistik und Semantik mit dem 2. Preis der Friedrich-Wingert-Stiftung für seine Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 12.-15.09.2005, in Freiburg ausgezeichnet.
Friedrich-Wingert-Gedächtnispreis 2005
Professor Dr. Helmut Göttsche
wird der Friedrich-Wingert-Gedächtnispreis 2005 für die hervorragende Leistung, die Programmsysteme Wingert zur Segmentierung in moderne Programmsprachen übertragen und weiterentwickelt zu haben, verliehen. So konnten im Jahr 2004 über 10 Millionen patient records unter Berücksichtigung der Arbeiten von Wingert standardisiert abgebildet werden.
Friedrich-Wingert-Gedächtnispreis 2005
Daniel Diekmann
wird der Friedrich-Wingert-Gedächtnispreis 2005 verliehen, da er auf der Basis der Wingert-Nomenklatur, dem semantischen Netz ID MACS® – medical semantic network Prozess- und Referenzwissen Harrisons Innere Medizin, ABDAMed-Datenbank verbunden hat, so dass automatisch Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen von Arzneimitteln im Kontext zu Patienteninformationen, wie Indikationen und Symptomen, geprüft werden können. Dies ist ein herausragender Beitrag zur Arzneimittelsicherheit.
Innovationspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2004
Dr. Josef Ingenerf
wird für herausragende Ansätze in der medizinischen Linguistik und Semantik mit dem Innovationspreis 2004 der Friedrich-Wingert-Stiftung für seine Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 26.-30.09.2004, in Innsbruck, Tirol („Positionen zur Einführung von SNOMED-CT und zu statistischen Klassifikationen“) ausgezeichnet.
Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung 2004
Mag. Kornel Markó
wird für herausragende Ansätze in der medizinischen Linguistik und Semantik der Nachwuchspreis 2004 der Friedrich-Wingert-Stiftung für seine Arbeit auf der GMDS-Jahrestagung, 26.-30.09.2004, in Innsbruck, Tirol („Cross-Language Document Retrieval with MORPHOSAURUS“) ausgezeichnet

„Das zunächst angelegte Geld konnte ich größtenteils verwenden für eine nicht ausfinanzierte internationale Dienstreise zur MEDINFO 2007 in Brisbane. Mit Blick auf aktuelle Forschungsfelder (nicht nur) in der Medizinischen Informatik zeigt sich ein Trend, dass dringend gesuchte Nachwuchswissenschaftler sich zunehmend mit Themen im Bereich „Datenanalyse und maschinelles Lernen“ auseinandersetzen. Es werden jedoch ebenfalls Nachwuchs-Wissenschaftler gebraucht, die sich mit Themen im Bereich „Semantische Datenintegration und Terminologien“ beschäftigen. Die Preise und insbesondere die Stipendien der Friedrich-Wingert-Stiftung helfen, auch letztere Nachwuchs-Wissenschaftler zu motivieren und zu unterstützen.“

„Besonders habe ich mich gefreut, als ich dafür noch den Friedrich-Wingert-Preis verliehen bekommen habe. Insgesamt habe ich 7.500 Euro erhalten: 5.000 Euro Stipendium und 2500 Euro Preisgeld (es gab noch einen weiteren Preisträger). Mit dem Geld konnte ich das letzte Jahr meines Masterstudiums finanziell unabhängig bestreiten und mich ganz auf mein Studium konzentrieren. Dafür bin ich der Friedrich-Wingert-Stiftung sehr dankbar und hoffe, dass auch in Zukunft Studentinnen und Studenten gefördert werden können.“

„Der Preis war eine schöne Anerkennung für die eigene Arbeit und eine Motivation. Das Preisgeld hält jungen Wissenschaftlern den Rücken frei, damit sie sich auf ihre wissenschaftliche Arbeit konzentrieren können.“







